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Zukunft Immobilienverwaltung

Website für Hausverwaltungen: Was Eigentümer sehen wollen — und was sie abschreckt

Wenn ein Eigentümer heute eine neue Hausverwaltung sucht, beginnt die Suche in neun von zehn Fällen online. Nicht mit einem Anruf bei der IHK, nicht mit einer Empfehlung vom Nachbarn, sondern mit einer Google-Suche. Und was der Eigentümer als Erstes sieht, ist Ihre Website.

Website für Hausverwaltungen: Was Eigentümer sehen wollen — und was sie abschrec

Ihre Website ist Ihr Schaufenster — ob Sie wollen oder nicht

Wenn ein Eigentümer heute eine neue Hausverwaltung sucht, beginnt die Suche in neun von zehn Fällen online. Nicht mit einem Anruf bei der IHK, nicht mit einer Empfehlung vom Nachbarn, sondern mit einer Google-Suche. Und was der Eigentümer als Erstes sieht, ist Ihre Website.

Das Problem: Viele Hausverwaltungen behandeln ihre Website wie eine digitale Visitenkarte. Name, Adresse, Telefonnummer, vielleicht ein Foto vom Bürogebäude, das 2009 aufgenommen wurde. Dazu ein Satz wie „Wir verwalten Ihre Immobilie kompetent und zuverlässig." Das ist nicht falsch. Aber es ist auch nicht der Grund, warum jemand zum Telefon greift.

Eigentümer, die eine Verwaltung suchen, haben ein konkretes Problem. Ihre aktuelle Verwaltung antwortet nicht. Die Abrechnung kommt zu spät. Die Eigentümerversammlung war eine Katastrophe. Der Verwalter geht in Rente und hat keinen Nachfolger. Diese Eigentümer landen auf Ihrer Website und entscheiden innerhalb von zehn Sekunden, ob sie bleiben oder weiterklicken. Zehn Sekunden. Das ist die Realität.

Dieser Artikel zeigt, was Eigentümer auf einer Verwalter-Website suchen, was sie dort finden sollten und welche Fehler dafür sorgen, dass sie sofort wieder verschwinden.

Was Eigentümer auf Ihrer Website suchen

Eigentümer, die aktiv nach einer Verwaltung suchen, haben drei zentrale Fragen. Wenn Ihre Website diese Fragen nicht innerhalb der ersten Bildschirmansicht beantwortet, verlieren Sie den Besucher.

Die vollständige Checkliste mit allen Prüfpunkten steht Ihnen als kostenloser Download zur Verfügung — siehe Download-Bereich am Ende dieses Artikels.

Frage 1: Was genau bieten Sie an? Nicht „Hausverwaltung". Das ist eine Branche, kein Angebot. Eigentümer wollen wissen: Verwalten Sie WEG oder Mietobjekte? Beides? Ab welcher Größe? In welcher Region? Bieten Sie auch Sondereigentumsverwaltung an? Wer seine Leistungen nicht klar kommuniziert, wirkt entweder unprofessionell oder zu groß für kleine Objekte — oder zu klein für große.

Frage 2: Warum sollte ich Sie wählen? Das ist die schwierigste Frage, weil die meisten Verwaltungen sie nicht beantworten können. „Kompetent, zuverlässig, erfahren" steht auf jeder zweiten Verwalter-Website. Der Eigentümer sucht nach etwas Konkretem: Wie viele Einheiten verwalten Sie? Seit wann? Was unterscheidet Sie von der Verwaltung, die er gerade verlässt? Gibt es Referenzen, die er nachprüfen kann?

Frage 3: Wie erreiche ich Sie? Das klingt banal. Ist es aber nicht. Wenn die Telefonnummer erst nach drei Klicks erscheint, wenn das Kontaktformular fünf Pflichtfelder hat, wenn die E-Mail-Adresse als info@xyz-verwaltung.de angegeben ist, aber nirgendwo steht, wer antwortet und bis wann — dann fühlt sich der Eigentümer nicht eingeladen, sondern abgefertigt.

Die Startseite: Drei Elemente, die funktionieren

Vergessen Sie die Slideshow mit fünf verschiedenen Stockfotos. Vergessen Sie die Willkommensnachricht des Geschäftsführers. Ihre Startseite braucht drei Dinge:

Alle Prüfpunkte als druckbare PDF-Checkliste finden Sie im Download-Bereich unten.

Ein klarer Leistungsüberblick. Nicht als Fließtext, sondern als strukturierte Aufzählung. WEG-Verwaltung, Mietverwaltung, Sondereigentumsverwaltung, kaufmännische Verwaltung, technische Verwaltung. Mit jeweils ein bis zwei Sätzen, die beschreiben, was konkret dahintersteckt. „WEG-Verwaltung: Eigentümerversammlungen, Jahresabrechnungen, Wirtschaftspläne, Instandhaltungsplanung, Beschlussumsetzung." Das ist konkreter als „Wir kümmern uns um Ihre Immobilie."

Ein sichtbarer Kontaktbereich. Telefonnummer und E-Mail auf der Startseite, nicht nur im Footer. Idealerweise mit dem Hinweis auf Erreichbarkeitszeiten und einer Rückrufmöglichkeit. Ein Kontaktformular mit drei Feldern reicht: Name, E-Mail oder Telefonnummer, Nachricht. Mehr nicht.

Vertrauenselemente. Mitgliedschaft im VDIV oder einem Landesverband. Zertifizierung als Verwalter nach § 26a WEG. Anzahl verwalteter Einheiten. Anzahl Jahre am Markt. Kundenstimmen, wenn vorhanden. Kein Eigentümer erwartet TrustPilot-Bewertungen. Aber ein Zitat eines Beiratsvorsitzenden, das auf der Startseite steht, wirkt mehr als jedes Stockfoto.

Leistungsseiten: Zeigen Sie, was Sie wirklich tun

Die meisten Verwalter-Websites haben eine einzige Seite „Leistungen" mit einer Aufzählung, die sich liest wie ein Auszug aus dem Verwaltervertrag. Das ist juristisch korrekt und kommunikativ wirkungslos.

Tipp: Laden Sie sich die Checkliste herunter und haken Sie jeden Punkt bei der nächsten Umsetzung ab.

Erstellen Sie separate Seiten für jede Verwaltungsform. Auf jeder Seite:

Beschreiben Sie den typischen Ablauf. Wie sieht die Zusammenarbeit aus? Was passiert nach Vertragsabschluss? Wie läuft die Übernahme? Wie oft gibt es Eigentümerversammlungen? Wie schnell reagieren Sie auf Schadensmeldungen? Ein Eigentümer, der seine bisherige Verwaltung wegen schlechter Erreichbarkeit verlässt, will wissen, wie Sie es besser machen.

Nennen Sie konkrete Zahlen. „Wir erstellen Ihre Jahresabrechnung bis zum 30. Juni des Folgejahres." „Auf Schadensmeldungen reagieren wir innerhalb von 24 Stunden." „Eigentümerversammlungen bereiten wir mindestens vier Wochen im Voraus vor." Solche Zusagen sind konkret, überprüfbar und unterscheiden Sie von der Verwaltung, die schreibt: „Wir erstellen Abrechnungen zeitnah."

Verwenden Sie die Sprache Ihrer Eigentümer. Schreiben Sie nicht „Durchführung der ordnungsgemäßen Verwaltung gemäß § 18 WEG." Schreiben Sie: „Wir sorgen dafür, dass Ihre Immobilie gepflegt wird, die Finanzen stimmen und Beschlüsse umgesetzt werden." Eigentümer sind keine Juristen. Die meisten sind auch keine Immobilienprofis. Sie wollen verstehen, was Sie tun — nicht, auf welcher Rechtsgrundlage Sie es tun.

Was Eigentümer sofort abschreckt

Es gibt eine Reihe von Website-Fehlern, die nicht nur unprofessionell wirken, sondern aktiv Interessenten vertreiben. Hier die häufigsten:

Die passende Vorlage können Sie als Word-Dokument herunterladen — mit allen Platzhaltern zum Ausfüllen. Siehe Downloads am Ende.

Veraltetes Design. Eine Website, die aussieht wie 2012, signalisiert: Hier wurde seit Jahren nichts aktualisiert. Eigentümer schließen daraus — ob berechtigt oder nicht —, dass auch die Verwaltungsarbeit nicht auf dem neuesten Stand ist.

Keine Gesichter. Eigentümer wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Eine „Über uns"-Seite ohne Fotos des Teams ist eine verpasste Chance. Es muss kein professionelles Fotoshooting sein. Aber ein Bild des Geschäftsführers mit drei Sätzen zum beruflichen Hintergrund schafft mehr Vertrauen als jedes Zertifikats-Logo.

Stockfotos überall. Der lächelnde Geschäftsmann am Laptop. Das Mehrfamilienhaus mit blauem Himmel. Die Hände, die einen Hausschlüssel überreichen. Eigentümer erkennen Stockfotos sofort. Und sie ziehen die richtige Schlussfolgerung: Wenn die Verwaltung nicht einmal eigene Bilder hat, wie persönlich wird dann die Betreuung sein?

Fehlende mobile Optimierung. Mehr als die Hälfte aller Website-Besuche erfolgen über Smartphones. Eine Website, die auf dem Handy nicht funktioniert, verliert die Hälfte ihrer potenziellen Kunden. Das ist keine Übertreibung — das ist Webstatistik.

Kein SSL-Zertifikat. Wenn der Browser „Nicht sicher" anzeigt, klicken Besucher weg. Kein Eigentümer gibt seine Kontaktdaten auf einer unsicheren Seite ein. SSL-Zertifikate gibt es kostenlos über Let's Encrypt. Es gibt keine Entschuldigung, keines zu haben.

Kontaktformulare ohne Bestätigung. Wenn ein Eigentümer ein Formular abschickt und keine automatische Bestätigung bekommt — kein „Vielen Dank, wir melden uns innerhalb von 48 Stunden" — dann weiß er nicht, ob seine Nachricht angekommen ist. Das erzeugt Unsicherheit. Und Unsicherheit ist das Letzte, was ein Eigentümer empfinden will, wenn er gerade seine Verwaltung wechseln möchte.

Praxisbeispiel: Die Verwaltung, die nach dem Relaunch dreimal so viele Anfragen bekam

Eine Hausverwaltung in Nordrhein-Westfalen mit 1.200 Einheiten hatte seit acht Jahren dieselbe Website. Die Seite war technisch funktional, aber veraltet: kein responsives Design, kein SSL, eine einzige Leistungsseite, kein Kontaktformular. Die einzigen Anfragen kamen über Google Maps, weil dort wenigstens die Telefonnummer stand.

Nach einem Relaunch — kein Luxusprojekt, sondern ein WordPress-Template mit eigenem Inhalt — änderte sich das Bild dramatisch. Die neue Seite hatte separate Leistungsseiten für WEG und Mietverwaltung, Teamfotos, eine klare Kontaktseite mit Rückrufversprechen und eine Google-Bewertungsintegration. Die Kosten: 2.800 Euro einmalig plus 30 Euro monatlich für Hosting und Wartung.

Das Ergebnis: Innerhalb von sechs Monaten stieg die Zahl der Kontaktanfragen über die Website von durchschnittlich zwei auf sechs pro Monat. Zwei dieser Anfragen führten zu neuen WEG-Mandaten. Der Relaunch hatte sich nach vier Monaten bezahlt gemacht.

Der Geschäftsführer fasste es so zusammen: „Wir haben nicht mehr Leistung angeboten als vorher. Wir haben sie nur zum ersten Mal sichtbar gemacht."

Suchmaschinenoptimierung: Gefunden werden ohne Werbebudget

Eine schöne Website nützt nichts, wenn sie niemand findet. Die gute Nachricht: Hausverwaltungen konkurrieren nicht mit Amazon um Google-Platzierungen. Die Suchbegriffe sind lokal, spezifisch und relativ wenig umkämpft.

Lokale Keywords verwenden. „Hausverwaltung Düsseldorf", „WEG-Verwaltung Köln", „Mietverwaltung Ruhrgebiet" — diese Begriffe sollten auf Ihrer Website auftauchen. In Überschriften, in Texten, in den Meta-Beschreibungen. Nicht künstlich oft, aber an den richtigen Stellen.

Google My Business pflegen. Ihr Google-Unternehmensprofil ist oft der erste Kontaktpunkt, noch vor der eigenen Website. Füllen Sie es vollständig aus: Öffnungszeiten, Leistungsbeschreibung, Fotos, Beiträge. Reagieren Sie auf Bewertungen — auch auf negative.

Blog oder Wissensbereich. Ein Artikel pro Monat zu einem Thema, das Eigentümer interessiert — „Was tun bei Verwalter-Wechsel?", „WEG-Abrechnung verstehen", „Sonderumlage: Rechte und Pflichten" — bringt langfristig Besucher auf Ihre Seite. Nicht Hunderte, aber die Richtigen.

Schnelle Ladezeiten. Google bewertet Ladegeschwindigkeit. Eigentümer ebenfalls. Eine Seite, die drei Sekunden braucht, verliert 40 Prozent der Besucher. Komprimieren Sie Bilder, nutzen Sie Caching, verzichten Sie auf unnötige Plugins.

Eine professionelle Website ist der erste Schritt, um Eigentümer zu überzeugen, bevor Sie überhaupt miteinander sprechen. Prüfen Sie Ihren aktuellen Auftritt anhand dieser Checkliste — und handeln Sie dort, wo Handlungsbedarf besteht.

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